Home » „Das Licht stört mich irgendwie“ – Wie du das Thema konkret ansprichst und warum es sich lohnt.
Viele Menschen merken, dass das Licht an ihrem Arbeitsplatz nicht stimmt – aber wissen nicht, wie sie es im Unternehmen argumentativ benennen sollen. Weil es als zu unwichtig, zu subjektiv, und als einfach „da“ abgetan wird. Dabei ist schlechtes Licht kein Befindlichkeitsproblem, sondern ein Qualitätsmerkmal des Arbeitsplatzes. Und: Wer es anspricht, tut sich und anderen einen Gefallen.
„Das Licht hier ist irgendwie unangenehm.“ – „Meine Augen sind mittags immer müde.“ – „Ich kann auf dem Bildschirm kaum was erkennen, weil es so spiegelt.“ Solche Beobachtungen gibt es überall. Und trotzdem bleiben sie oft unausgesprochen – weil man nicht genau weiß, wie man das Thema aufgreift, ohne kleinlich zu wirken.
Dabei ist das Feedback von Menschen, die täglich in einem Raum arbeiten, der wertvollste Hinweis überhaupt. Kein Facility Manager kann von außen sehen, was dich morgens beim Einschalten der Leuchten zusammenzucken lässt. Kein Entscheider weiß, dass die Leuchte genau über deinem Schreibtisch blendet – außer du sagst es.
Direkte oder reflektierte Blendung ist eine der häufigsten Ursachen für Augenbelastung – und eine der leichtesten, die man benennen kann, weil sie konkret und wahrnehmbar ist.
So kannst du es ansprechen: „Die Leuchte über meinem Platz strahlt direkt ins Blickfeld. Das blendet mich den ganzen Tag und erschwert mir die Sehbedingung für meine Arbeit.“
Lichtflimmern ist nicht immer sichtbar – manchmal äußert es sich nur als ein diffuses Unwohlsein oder als Kopfschmerzen, ohne dass man den Grund sofort benennen kann und es führt zu Irritationen beim Erkennen von bewegten Objekten. Wenn du das Gefühl hast, dass das Licht „unruhig” wirkt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
So kannst du es ansprechen: „Ich habe das Gefühl, dass die Leuchte leicht flackert. Mir tun davon die Augen weh und mir wird davon übel – wäre es möglich, das prüfen zu lassen?“
Zu wenig Licht strengt die Augen an, besonders bei konzentrierter Arbeit oder in feinmotorischen Tätigkeiten. Wenn du dich vorbeugst, um etwas besser zu sehen, oder das Gefühl hast, im Halbdunkel zu arbeiten, ist das ein klares Signal.
So kannst du es ansprechen: „An meinem Arbeitsplatz reicht das Licht nicht. Ich kann Details schlecht erkennen und merke, dass meine Augen schnell müde werden.“
Wenn du nachmittags immer in ein Tief fällst, an dunklen Tagen schwerer in Gang kommst oder das Gefühl hast, dass der Raum dich einfach nicht wach hält – kann Licht der entscheidende Faktor sein. Tageslichtmangel und falsche Lichtfarben beeinflussen deinen Wachheits- und Energiehaushalt direkt.
So kannst du es ansprechen: „Ich merke, dass ich im Büro viel schneller müde werde als zu Hause. Könnte das an der Beleuchtung liegen? Gibt es da Möglichkeiten, etwas zu verbessern?“
Wenn Arbeitsmaterialien, Texte oder Oberflächen farblich anders wirken als erwartet – blass, gelblich, verfälscht –, kann das an einer schlechten Farbwiedergabe der Leuchten liegen. Besonders in Bereichen, wo Farben eine Rolle spielen, ist das ein relevantes Problem.
So kannst du es ansprechen: „Ich habe das Gefühl, dass die Farben innerhalb meines Arbeitsbereichs nicht material-echt aussehen. Stimmt die Beleuchtung da?“
Spiegelungen auf Monitoren entstehen durch ungünstige Positionen zu Leuchten oder Fenstern im Verhältnis zum Arbeitsplatz. Das ist kein individuelles Problem, sondern eines der Anordnung – und lässt sich beheben.
So kannst du es ansprechen: „Auf meinem Bildschirm stören mich die Spiegelungen und Reflektionen stark, ich muss mich ständig verrenken. Kann man die Leuchten anders ausrichten oder den Platz umstellen?“
Licht wird oft als Geschmackssache abgetan. Dabei ist Beleuchtungsqualität messbar und normiert: Für Arbeitsplätze in Innenräumen gibt es konkrete Anforderungen an Helligkeit, Gleichmäßigkeit und Blendungsbegrenzung. Wenn du also das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, steckt dahinter oft mehr als ein persönliches Empfinden.
Dazu kommt: Schlechtes Licht hat nachweisbare Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Eine Studie der Cornell University (2018) zeigt beispielsweise, dass verbesserte Beleuchtung Augenbeschwerden um 51 Prozent reduzieren kann – und gleichzeitig Konzentration und Leistung steigert. Wer schlechtes Licht anspricht, hilft damit nicht nur sich selbst, sondern allen, die denselben Raum nutzen.



Je konkreter du beschreibst, was dich stört, desto einfacher ist es für Facility Manager oder Verantwortliche, etwas zu unternehmen. Du musst dafür keine Fachbegriffe kennen. Es reicht, zu sagen, wo es passiert, was du wahrnimmst – und wie es sich auf deine Arbeit auswirkt.
Hilfreich ist zum Beispiel: „Die Leuchte über Schreibtisch 3 blendet mich beim Blick auf den Bildschirm“ statt „Das Licht ist irgendwie schlecht.“ Oder: „Ich bekomme nachmittags regelmäßig Kopfschmerzen, seitdem ich an diesem Platz sitze.“ Das gibt den richtigen Leuten eine konkrete Anknüpfung – und erhöht die Chance, dass etwas passiert.
Warum gute Beleuchtung am Arbeitsplatz Konzentration, Gesundheit und Wohlbefinden direkt betrifft.
Welche Faktoren – von Helligkeit über Blendung bis Lichtfarbe – über gutes oder schlechtes Licht entscheiden.
Wie Licht das Wohlbefinden am Arbeitsplatz beeinflusst – und was moderne Beleuchtung dabei anders macht.
Um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Ihre Zustimmung zu diesen Technologien ermöglicht es uns, Daten wie Ihr Surfverhalten oder eindeutige Kennungen auf dieser Website zu verarbeiten. Die Verweigerung oder der Widerruf Ihrer Zustimmung kann bestimmte Funktionen beeinträchtigen.